| Pressemitteilung
Windenergie braucht die richtigen Standorte – Bezirksversammlung lehnt Windkraft in der Sülldorfer und Rissener Feldmark ab
Hamburg-Altona, 25. Juni 2026
Die Bezirksversammlung Altona hat sich heute mit breiter Mehrheit gegen die geplante Ausweisung der Sülldorfer und Rissener Feldmark als Windenergiegebiet ausgesprochen. Die Fraktionen von SPD, GRÜNE, CDU, FDP, Volt und DIE LINKE bekennen sich in einer gemeinsamen Stellungnahme klar zur Energiewende und zum Ausbau der Windenergie, sehen die Sülldorfer und Rissener Feldmark jedoch nicht als geeigneten Standort für Windkraftanlagen an.
Der heute gefasste Beschluss fordert den Senat auf, die Sülldorfer und Rissener Feldmark im weiteren Verfahren nicht als Windenergiegebiet auszuweisen und stattdessen besser geeignete Standorte zur Erreichung der Hamburger Flächenziele zu nutzen. Damit bekräftigen die Fraktionen ihr gemeinsames Ziel, Klimaschutz konsequent voranzubringen und gleichzeitig langfristige Entscheidungen für Natur, Landwirtschaft und Naherholung zu respektieren.
Für die Fraktionen steht außer Frage, dass Hamburg seinen Beitrag zur Energiewende leisten muss. Ebenso klar ist aber auch, dass nicht jede Fläche gleichermaßen geeignet ist. Die Sülldorfer und Rissener Feldmark ist über Jahrzehnte als zusammenhängender Natur-, Erholungs- und Landwirtschaftsraum entwickelt worden. Eine Ausweisung als Windenergiegebiet würde diese langfristigen Planungsziele grundlegend infrage stellen.
Dazu Dr. Anna Vogel, Co-Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion Altona: „Wir unterstützen das Ziel des Senats, die Energiewende entschlossen voranzubringen. Gleichzeitig zeigt dieses Verfahren, dass die Energiewende nicht nur Tempo, sondern auch Verlässlichkeit braucht. Solidarität bedeutet, dass alle Bezirke ihren Beitrag leisten – sie bedeutet aber nicht, dass jede Fläche gleichermaßen geeignet ist. Die Sülldorfer und Rissener Feldmark ist das Ergebnis jahrzehntelanger politischer Entscheidungen für Natur, Landwirtschaft und Naherholung. Solche langfristigen Planungsziele müssen bei der Ausweisung neuer Windenergieflächen besonderes Gewicht erhalten. Klimaschutz bedeutet für uns deshalb, die Standorte zu wählen, an denen Energiegewinnung, Akzeptanz und eine nachhaltige Stadtentwicklung dauerhaft zusammenpassen.“
Dazu Dana Vornhagen und Benjamin Eschenburg, Vorsitzende GRÜNE Fraktion Altona: „Die Windenergie ist eine der wichtigsten Säulen der Energieproduktion – sie ist erneuerbar, klimafreundlich und wirtschaftlich günstig. Ihr Ausbau ist essenziell, auch für Hamburg. Für eine Realisierung von Windkraftanlagen in den in Altona zur Potentialausweisung vorgesehenen Flächen, müssten große Teile der Feldmark für die Windkraftanlagen technisch erschlossen werden. Und das bedeutet, der Landschafts- und Naturraum würde irreversibel verändert. Seit Jahren setzen wir uns im Rahmen unserer Stadtplanung dafür ein, ihn als Teil eines Biotopverbunds zu schützen, weiterzuentwickeln und zu vernetzen. Die Ausweisung als Windenergiegebiet würde diese Grundausrichtung nicht nur in Frage stellen, sondern zerstören. Das können wir nicht befürworten.“
Dazu Sven Hielscher, Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion Altona: „Die brutalen Straßenbau- und Erschließungsmaßnahmendurch den Klövensteen oder das Niederungsgebiet der Wedeler Au rechtfertigen nicht den Bau von vier bis fünf mindestens 220 Meter hohen Windkraftanlagen. Unabhängig davon, dass unser größtes und schönstes Naherholungsgebiet zerstört wird, wird die Existenz der Reiterhöfe gefährdet.“
SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona
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